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Nikolaus Geiler: BUND nominiert Nik Geiler vom BBU für den Freiburger Naturschutzpreis 2017

07.10.2016

Dank!


An dieser Stelle möchten wir uns bei Nik Geiler vom AK Wasser des BBU bedanken. Er hat in den letzten Jahrzehnten eine stille, kontinuierliche, wichtige Arbeit für Wasser, Grundwasser und Trinkwasser, für Bäche, Flüsse, Natur & Fische und damit auch für die Menschen geleistet.

Axel Mayer




Nikolaus Geiler: BUND nominiert Nik Geiler vom BBU für den Freiburger Naturschutzpreis 2017

Auch im Jahr 2017 wird wieder der Freiburger Umweltpreis verliehen. In jedem der Freiburger Umweltverbände und auch im BUND gibt es viele Menschen, die für diesen Preis in Frage kämen. Der BUND-Regionalverband möchte allerdings einen Vertreter der „Konkurrenz“ vorschlagen.

Wir würden uns freuen, wenn der Freiburger Bürger Nikolaus Geiler vom BBU den Freiburger Naturschutzpreis 2017 erhalten würde.

Eine der wichtigsten und herausragendsten Personen der Freiburger Umwelt- und Naturschutz-Aktiven ist Nik Geiler. Wir kennen und schätzen seine Arbeit seit der Zeit der Wyhl-Proteste. Seit dem Jahr 1968 ist Wasser (Grundwasser, Abwasser, Flüsse, Seen, Wasserreinhaltung, Hochwasserschutz, Schutz von Auewäldern und den bedrohten Arten dieser Wälder...), sein großes Thema.

Seit 1981 gibt er den bundesweit erscheinenden BBU-WASSER-RUNDBRIEF heraus und ist Sprecher des Arbeitskreises Wasser im BBU (Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz e.V.).
Herr Geiler ist u.a. "Sachkundiger Bürger" für Fragen der kommunalen Wasserwirtschaft im Gemeinderat von Freiburg und seit 1999 Mitglied im Vorstand des Freiburger Regenwaldinstituts.
Seit 20 Jahren vertritt er zusammen mit anderen Naturschützern die Umweltverbände in der Arbeitsgruppe Ökologie der Internationalen Kommission zum Schutze des Rheins (IKSR). In dieser AG Ökologie wurden die für die Wiederansiedlung der "Langdistanzwanderfische" maßgeblichen Programme "Lachs 2000" und "Lachs 2020" der IKSR entwickelt.
Ferner organisiert er seit einigen Jahren die Lachsbesatzmaßnahmen an der Dreisam zusammen mit Schulklassen - um dafür zu sorgen, dass rückkehrende Lachse eines Tages wieder ihre angestammten Laichhabitate im Elz-Dreisam-System zurückerobern können und um schon GrundschülerInnen mit der Ökologie der "Langdistanzwanderfische" vertraut zu machen.

Er ist der bundesweite Fachmann der NGO in Wasserfragen.

Lange, intensiv und an herausragender Stelle hat er sich gegen Cross Border Leasing und die Privatisierung der Wasserversorgung gewehrt. Bekäme er nur 1% der Summe, die der Staat durch sein bisheriges Engagement gespart hat (oder hätte sparen können, wenn auf ihn gehört worden wäre), dann wäre Herr Geiler heute Millionär.

Wenn im Jahr 2016 die Flüsse und Seen keine Kloaken mehr sind, wenn am Rhein Hochwasserschutz und Naturschutz miteinander verbunden werden, wenn der Lachs sich in unseren Gewässern langsam wieder heimisch fühlt, wenn unsere Bäche und Flüsse für Wanderfischarten wieder durchlässig werden, dann hat das nicht zuletzt mit seiner jahrzehntelangen (fast nicht bezahlten) Arbeit zu tun.

Gerade sein Beispiel zeigt, wie wichtig engagierter politischer Umweltschutz für den klassischen bewahrenden Naturschutz ist.

Es gibt also viele Gründe für die Stadt Freiburg, sich für die jahrzehntelange Arbeit von Herrn Geiler mit einem Preis zu bedanken.

Axel Mayer
BUND-Regionalverband Südlicher Oberrhein



BUND gratuliert dem Freiburger Nikolaus Geiler zum Wolfgang Staab-Naturschutzpreis

Am Freitag, 13. Oktober 2017, wurde in Rastatt bei Karlsruhe der mit 20.000 Euro dotierte Wolfgang Staab-Naturschutzpreis für besondere Leistungen zu Gunsten einer nachhaltigen Entwicklung in Fluss- und Auenlandschaften verliehen. Preisträger sind in diesem Jahr die zwei Umweltaktivisten und Naturschützer Wolfgang E. A. Stoiber und der Freiburger „alternative Wasserpapst“ Nikolaus Geiler.
Dr. Brigitte Dahlbender, Vorstandsvorsitzende des Landesverbands Baden-Württemberg des BUND, hielt eine Laudatio, die wir im Folgenden nun abdrucken:

Laudatio für Nik Geiler



Liebe Gäste,

es ist mir eine Ehre und eine Freude, heute eine herausragende Person unter den profilierten Umwelt- und Naturschutz-Aktiven in Baden-Württemberg zu ehren. Seine Arbeit begann zur Zeit der Proteste gegen das Atomkraftwerk Wyhl Mitte der 1970er Jahre – und sie wird bis heute hoch geschätzt.

Seit dem Jahr 1968 ist unser Wasser, in allen seinen Facetten, sein großes Thema. Egal ob Grundwasser oder Abwasser, Flüsse oder Seen, Wasserreinhaltung oder Hochwasserschutz, bis hin zum Schutz von Auewäldern und deren bedrohte Arten.

Spätestens jetzt werden manche von Ihnen wissen, um wen es geht: um Nik Geiler. Er ist auch landes- und bundesweit der Wasser-Fachmann für Nicht-Regierungs-Organisationen und ein wichtiger Berater für Behörden und Kommunen.


Bundesweit bekannt wurde Nik Geiler durch seinen bei Verbänden und Wissenschaft, aber auch in Behörden und Firmen gerne gelesenen kritischen WASSER-RUNDBRIEF. Seit sage und schreibe 1981 gibt Nik Geiler diese wissenschaftlich fundierte, und doch unterhaltsam und motivierend geschriebene Sammlung von Wasser-Fakten und Wasser-Ereignissen heraus. Er vernetzt damit auch viele Menschen in vielen Institutionen, denen der Gewässerschutz und der Naturschutz an Gewässern am Herzen liegt. Ende 2012 ist der 1000sendste Wasserrundbrief erschienen. Nik Geiler tut dies in seiner Funktion als Sprecher des Arbeitskreises Wasser im Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz e.V., kurz BBU. Wie bei vielen AKs gilt dort die Devise: Ein Arbeitskreis funktioniert dann, wenn mindestens einer arbeitet.

Nik Geilers Arbeit wirkt: Bei unzähligen großen und kleinen Planungen und Projekten fungiert er als erfolgreicher Lobbyarbeiter oder Richtung weisender Gutachter. Ohne Jurist zu sein, war und ist er Dutzende Male Anwalt der Natur, Anwalt des sauberen Wassers und seiner Lebewesen – aber auch Anwalt der Menschen und Organisationen, die sich für intakte Natur und Umwelt einsetzen. Auch für meinen Verband, den BUND und seine regionalen oder örtlichen Gruppen war Nik Geiler oft aktiv – gerne auch in Zukunft. Auch dafür herzlichen Dank.

Seine Vorträge zu örtlichen Vorhaben waren eine hervorragende Mischung aus gutachterlicher Stellungnahme einerseits, ebenso sachkundig wie verständlich formuliert, und Fortbildung für die Menschen andererseits, die sich nicht jeden Tag mit Wasser, mit Flüssen oder wassergefährdenden Schadstoffen befassen. Ein Qualitätsmerkmal von Nik Geiler ist es aber auch, dass er bei Vorträgen den örtlichen Gruppen oder Bürgerinitiativen auch die Grenzen der gesetzlichen oder politischen Möglichkeit gezeigt hat. Nik Geiler hat eben nicht – wie manche andere – an falscher Stelle Hoffnungen gemacht, wo in Wahrheit der Hebel für die Verhinderung von Maßnahmen fehlte.

Doch bei vielen politischen Entscheidungen und bei vielen fortschrittlichen Projekten gab es diesen Hebel. Oft konnte Nik Geiler zeigen, wie eine Verbesserung im Sinne des Natur- und Gewässerschutzes möglich ist – und er wirkte auch vielfach daran mit.

Zum Beispiel bei großen Erörterungsterminen oder wichtigen vergleichbaren Fachveranstaltungen: Hartmut Weinrebe, unserem BUND-Regionalgeschäftsführer in Karlsruhe, ist Nik Geiler vor allem als derjenige in Erinnerung, der in so großen Runden am Ende die guten kritischen Fragen stellt, den Finger im Sinne des Natur- und Gewässerschutzes in die richtige Wunde legt. Das bewirkt bei den Verantwortlichen oft Nachdenken – und oft auch Nachbesserung von Vorhaben.

Nun einige etwas konkreter Beispiele für Nik Geilers politisches Wirken:
1999 verabschiedete die Internationale Kommission zum Schutze des Rheins ihr „Übereinkommen zum Schutz des Rheins“. Darin ist verankert, dass die Umweltverbände in der internationalen Kommission vertreten sind. Seit 1999 ist Nik Geiler einer der Vertreter der Umweltverbände in der Internationalen Kommission, dem wichtigsten internationalen Gremium zum Gewässerschutz am Rhein. Seine Kollegen in diesem Gremium aus den anderen Verbänden beschreiben Nik Geiler „als den mit Abstand fleißigsten und fachlich wichtigsten Vertreter der Verbände, als fundierten Berater mit großer Kontinuität“. Die Kollegen sagen auch: Vor allem seine Aussagen und sein Auftreten bewirken, dass die Präsidentin der Kommission die Vorschläge der Umweltverbände in diesem Gremium ernst nehmen.

Dieses Wirken trägt sichtbare Früchte:
Unter dem Wort: "Langdistanzwanderfische" verbirgt sich vor allem der Lachs und einige andere Arten, die unsere Flüsse hinauf- und hinunterwandern, oft bis zum Meer. Die Internationalen Kommission zum Schutze des Rheins entwickelte unter Nik Geilers sachkundiger Mitarbeit die Programme, die für die Wiederansiedlung der "Langdistanzwanderfische" im Oberrhein und seinen Nebenflüssen maßgeblich sind. Die Programme heißen "Lachs 2000" und "Lachs 2020". Die Rückkehr des Lachses ist durch diese Programme gut vorangekommen.

Typisch für Nik Geiler: Die Ergänzung dieser internationalen fachlichen Arbeit durch Aktivitäten vor Ort: Seit einigen Jahren organisiert Nik Geiler zusammen mit Schulklassen die Lachsbesatzmaßnahmen an der Dreisam. Diese Artenschutz-Aktion soll dafür sorgen, dass rückkehrende Lachse eines Tages wieder ihre angestammten Laichhabitate im Elz-Dreisam-System zurückerobern können. Zugleich werden GrundschülerInnen mit der Ökologie der "Langdistanzwanderfische" und unserer Gewässer vertraut.

Viele Chancen für den Naturschutz an Flüssen werden durch jährlich oder öfter durchgeführte Pflegemaßnahmen vergeben. Es war daher wichtig, Rücksicht auf Natur- und Gewässerschutz in den Bewirtschaftsplänen der Rheinanlieger zu verankern. Als die Internationale Kommission sich diese Pläne vornahm, war es Nik Geiler, dem es gelang viele seiner konkreten Anregungen im Sinne des Natur- und Gewässerschutzes in diesen Plänen unterzubringen – mit guten Auswirkungen an vielen Orten.

Vor einigen Jahren wurde von interessierter Seite unter dem englischen und damit fortschrittlich klingenden Begriff „Cross Border Leasing“ die Privatisierung unserer örtlichen und regionalen Wasserversorgung propagiert. Die Kommunen sollten, angeblich ohne jeden Schaden für Verbraucherinnen und Verbraucher, jede Menge Geld sparen, wenn sie ihre Wasserwerke und Leitungen an international agierende Konsortien vergaben. Heute wissen wir, vor allem durch den Blick nach Großbritannien, dass die Wasser-Privatisierung die Versorgung mit sauberem Wasser eher gefährdet als sichert, und sowohl Kommunen als auch Verbraucherinnen und Verbraucher das Nachsehen haben. Nik Geiler hat sich lange gegen Cross Border Leasing und die Privatisierung der Wasserversorgung gewehrt. Bekäme er nur ein Prozent der Summe, die der Staat durch sein bisheriges Engagement gespart hat, dann wäre er heute Millionär.

Doch so wichtig das Abwenden gefährlicher Entwicklungen ist: Bei der Kritik und beim Dagegen bleibt es bei Nik Geiler nicht. Zunächst in Niedersachsen, dann in Baden-Württemberg brachte er sein Fachwissen und seine Erfahrung in Regierungskommissionen für eine zukunftsfähige, nachhaltige Wasserversorgung mit.

Wir kennen Nik Geiler als sehr guten Verfasser von Studien, sowohl von wissenschaftlichen, als auch von visionären Studien. 2011 erschien die Schrift „BUND-Vision für Flusslandschaften in Deutschland: Eine Studie zur Lage und zu den Perspektiven der Flüsse und Ströme in Deutschland“. Es ist kein Zufall, dass Nik Geilers Name als erster der drei Autoren fällt, und auch als wichtiger Materiallieferant wird er dort beschrieben. Auch für unzählige Pressemitteilungen lieferte er die fachliche Grundlage.

Auch regional engagiert er sich für seine Themen. Er ist "Sachkundiger Bürger" für Fragen der kommunalen Wasserwirtschaft im Gemeinderat von Freiburg und seit 1999 Mitglied im Vorstand des Freiburger Regenwaldinstituts.

Es ehrt Nik Geiler, dass er auch dann nicht locker lässt, wenn es Ärger gibt: Beim Integrierten Rheinprogramm, wo es darum geht, Hochwasserschutz für die Menschen weiter unten am Fluss und die Schaffung neuer wertvoller Lebensräume zu verbinden, bekommt er oft Gegenwind aus Gemeinden und von örtlichen Initiativen. Aber er bleibt bei seiner sachkundig formulierten Haltung und vertritt sie mutig. Auch die Kollegen im bundesweiten Arbeitskreis Wasser beschreiben die geduldige Informations- und Überzeugungsarbeit bei Bürgerinitiativen als ein wichtiges Verdienst Nik Geilers.


Für Nik Geilers wissenschaftliche Arbeit nenne ich drei Beispiele:
  • Er ist Mitautor der Wasserrechtsdatenbank sowie der Abfallrechtsdatenbank des eines wissenschaftlichen Verlags (UB MEDIA/WEKA).
  • Er ist Mitglied im Prüferpool der Deutschen Akkreditierungs- und Zulassungsgesellschaft für Umweltgutachter.
  • Und Nik Geiler arbeitet seit Jahren im Normungsausschuss Wasserwesen des Deutschen Instituts für Normung (DIN). Er befasst sich unter anderem mit der internationalen ISO-Normung für Wasser- und Abwasserbetriebe sowie der europäischen CEN-Normung von Nachhaltigkeitskriterien für Biomasse.


Gute Leute erkennt man auch daran, dass sie ihr Wissen an andere weitergeben. Neben seinen zahlreichen bereits erwähnten Vorträgen macht Nik Geiler das bei mindestens zwei anderen Gelegenheiten:

Seit 1991 ist er als Lehrbeauftragter für Wasserrecht am Lehrstuhl für Hydrologie der Uni Freiburg und seit 1989 bildet er für die DEKRA-Akademien Freiburg und Villingen betriebliche Gewässerschutzbeauftragte nach dem Wasserhaushaltsgesetz aus.

Zu meinem großen Glück hat der BUND einen Mitarbeiter, der wenige Semester unter Nik Geiler studiert und den angehenden Wasser-Fachmann schon am Beginn seiner Laufbahn beobachtet hat. Gottfried May-Stürmer, selbst Süßwasser-Biologe und heute beim Landesverband Referent für Landwirtschaft, berichtet:

„Nik Geiler war während seines Studiums schon etwas älter, hatte vorher bei der BASF gearbeitet und aus dem Labor noch eine coole Brille mit durchsichtigen Scheuklappen. In den Limnologie-Vorlesungen saß er immer ganz vorne am Mittelgang und verfertigte druckreife Skripte in Normschrift, die er zur Vorbereitung auf Prüfungen freigiebig verlieh - Hilfsbereitschaft, Akribie und unermüdliche Einsatzbereitschaft gehörten schon damals zu seinen auffälligen Eigenschaften.

Nik war bei allen umweltrelevanten Demos dabei und kannte alle einschlägigen Menschen aus der Freiburger Öko-Szene. Ich erinnere mich an mehrere Fessenheim-Pfingst-Radtouren, bei denen wir gemeinsam gefahren sind.

Nik hatte in vor-internet-Zeiten ein Archiv über sämtliche Wasserthemen, das ähnlich groß sein musste wie das SPIEGEL-Archiv über zeitgeschichtliche Themen. Er erstellte damals Dossiers über Themen wie Nitrat im Grundwasser, Pestizide in Flüssen, Hochwasserschutz etc., die man für geringe Gebühren bei ihm bestellen konnte.“

Soweit Gottfried May-Stürmer über die Anfänge des Engagements von Nik Geiler.

Zusammengefasst: Nik Geiler ist Netzwerker und Lehrer, Lobbyarbeiter und Wissenschaftler, geschätzter Autor bei Fachgremien und Laien und auch ein Praktiker des Natur- und Gewässerschutzes.

Meine Damen und Herren, Umwelt-Erfolge und Fortschritte im Natur- und Umweltschutz verdanken wir nicht nur großen Organisationen, wir verdanken sie auch einzelnen, mit Sachkunde und Geschick arbeitenden, hartnäckigen Menschen.

Wenn im Jahr 2016 die Flüsse und Seen keine Kloaken mehr sind,

wenn am Rhein Hochwasserschutz und Naturschutz miteinander verbunden werden,

wenn der Lachs sich in unseren Gewässern langsam wieder heimisch fühlt, wenn unsere Bäche und Flüsse für Wanderfischarten wieder durchlässig werden,

dann hat das nicht zuletzt mit seiner jahrzehntelangen meist gar nicht oder oft schlecht bezahlten Arbeit von Nik Geiler zu tun.


Für dieses Engagement danken wir Nik Geiler von ganzem Herzen.

- Dr. Brigitte Dahlbender, Vorstandsvorsitzende des Landesverbands Baden-Württemberg




Kurzbiographie von Nikolaus Geiler


Ausbildung und berufliche Aktivitäten:
  • • geb.: 11.08.1952
  • • abgeschlossene Lehre als Chemielaborwerker in der chemischen Großindustrie
  • • Studium der Biologie an der Universität Freiburg, Hauptfach: Limnologie (Binnengewässerkunde),
    Nebenfach u.a.: Hydrologie
  • • seit 1981 freiberuflich tätig im Bereich der Wasserwirtschaft und der Wasserpolitik
  • • seit 1981 Hrsg. des BBU-WASSER-RUNDBRIEFS und Sprecher des Ak Wasser
    im BBU (Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz e.V.)
  • • seit 1989 Ausbilder für betriebliche Gewässerschutzbeauftragte nach § 21 a ff
    WHG an den DEKRA-Akademien Freiburg und Villingen
  • • seit 1991 Lehrbeauftragter für Wasserrecht am Lehrstuhl für Hydrologie der Uni
    Freiburg
  • • seit 1984 Vertreter des BBU (und anderer Umweltverbände) bei wasserrechtlichen
    Verbändeanhörungen des Bundes und der Länder
  • • Mitautor der Wasserrechtsdatenbank sowie der Abfallrechtsdatenbank des UB
    MEDIA/WEKA-Verlages
  • • Mitglied im Prüferpool der Deutschen Akkreditierungs- und Zulassungsgesellschaft
    für Umweltgutachter mbH (DAU)
  • • langjährige Mitarbeit im Normungsausschuss Wasserwesen des Deutschen Instituts
    für Normung (DIN) - u.a. befasst mit der internationalen ISO-Normung für
    Wasser- und Abwasserbetriebe sowie der CEN-Normung von Nachhaltigkeitskriterien
    für Biomasse
  • • "Sachkundiger Bürger" für Fragen der kommunalen Wasserwirtschaft im Gemeinderat
    von Freiburg
  • • Mitglied in der Regierungskommission des niedersächsischen Umweltministeriums
    für eine „Zukunftsfähige, nachhaltige Wasserversorgung in Niedersachsen“
    (2000/2001)
  • • dito in Baden-Württemberg (2000)
  • • Mitglied im Vorstand des Freiburger Regenwaldinstituts seit 1999
  • • Mitarbeiter in der DWA-Arbeitsgruppe GB-1.5 Öffentlichkeitsbeteiligung im Rahmen
    der europäischen WRRL“ (2006 – 2008)


Auszeichungen:
  • • 1986: 1. Preis der IKEA-Stiftung für herausragendes Gewässerschutzengagement
    – dotiert mit 10.000 DM
  • • 1998: 1. Preis der Gerolsteiner-Stiftung „Blauer Planet – Preis für aktiven Wasserschutz“
    für „hervorragendes Engagement“ und den „Vorbildcharakter“ der Gewässerschutzaktivitäten
    – dotiert mit 10.000 DM.


Mitgliedschaften:
  • o Industriegewerkschaft Bergbau-Chemie-Energie
  • o Gesellschaft für Ornitologie und Naturschutz Rheinland-Pfalz (GNOR)
  • o Naturforschende Gesellschaft Polichia
  • o BUND LV Rh.-Pf.
  • o BUND LV Ba.-Wü
  • o BUND Bundesverband


Veröffentlichungen (auszugsweise):
  • • BBU-WASSER-RUNDBRIEF – seit 1981; erschienen bis Dez. 2008: über 900
    Ausgaben
  • • „EU-Kommission legt Entwurf für die Neufassung der EG-Klärschlamm-
    Richtlinie vor“. In: WASSER, LUFT UND BODEN 9/2000, S. 29 ff.
  • • „Klärschlamm-Disput: Ist die landwirtschaftliche Verwertung noch zu verantworten?“.
    In: WASSER, LUFT UND BODEN 11 – 12/2001, S. 16 ff.
  • • „Klärwerke als virtuelle Unternehmen“. In: ENERGIE & MANAGEMENT vom
    01.11.01, S. 10
  • • „Liberalisierung der Wasserwirtschaft – Vom Rinderwahnsinn zur ‚Wasserliberalisierung’
    und zurück“. In: punkt.um 2/2001, S. 15
  • • „Die ‚99-StoffeVerordnung’ – Entwurf einer ‚Verordnung zur Verringerung der
    Gewässerverschmutzung durch Programme und Qualitätsziele für bestimmte
    gefährliche Stoffe“. In: WASSER, LUFT UND BODEN 11-12/2000, S. 20 ff.
  • • „Eine ‚Optimierungskampagne’ für die kommunale Wasserwirtschaft als Alternative
    zur Privatisierung und ‚Liberalisierung’ des ‚Wassermarktes’“. In: KAWASSERWIRTSCHAFT,
    ABWASSER, ABFALL 11/2000, S. 1678 ff.
  • • „Wird Wasser gelb?“. In: DEMOKRATISCHE GEMEINDE 6/2000, S. 10 f.
  • • „Die EG-Wasserrahmenrichtlinie aus Sicht der Umweltverbände – Führt die
    EG-Wasserrahmenrichtlinie zu mehr Bürgerbeteiligung?“. In: KAWASSERWIRTSCHAFT,
    ABWASSER, ABFALL 2/2001, S. 187 ff.
  • • „Neue ISO-Umweltkommunikations-Norm in Arbeit – Kommt EMAS ins Rutschen?“.
    In: WASSER, LUFT UND BODEN 3/2002, S. 14 ff.
  • • „Das 20-Milliarden-Euro-Spiel - Die Liberalisierung des Wasser- und Abwassermarktes“,
    Schmetterling-Verlag, Stuttgart, 2004, 168 S. ISBN 3-89657-577-








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Dieser Artikel wurde 5189 mal gelesen und am 18.10.2017 zuletzt geändert.