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Arbeitskreis Botanik am Südlichen Oberrhein - Allgemein

01.02.2018

Arbeitskreis Botanik am Südlichen Oberrhein - Allgemein


Unter dem Motto „Was blüht denn da?“ hat der BUND Regionalverband (nach einem Vorbild beim NABU Heidelberg) einen Arbeitskreis Botanik ins Leben gerufen.


Inhaltsverzeichnis







Idee



Wer von Euch/Ihnen hat sich nicht schon geärgert, dass sie/er Allerweltspflanzen im Gelände nicht ansprechen konnte? Wer macht nicht einen großen Bogen um das Bestimmen von allem, was ein gelber Korbblütler ist oder wie Gras aussieht?

Geplant ist, sich in einer festen Gruppe regelmäßig in und um Freiburg im Gelände zu Exkursionen zu treffen. Was wir im Gelände bestimmen können, bestimmen wir dort, den Rest nehmen wir mit nach Hause zum Pressen. Gute Fotos alleine genügen nicht, sind aber oft eine große Hilfe.

Hin und wieder treffen wir uns dann in der Ökostation oder im BUND-Büro, um die schwierigen Fälle anzugehen: Wie weit komme ich mit einem Schlüssel, wie weit mit einem „Bilderbuch“? Wie kann ich beides sinnvoll kombinieren?

Im Winterhalbjahr gibt es Knospen, Rinden, Fruchtstände und Rosetten, die zugeordnet werden wollen. Daneben könnten wir im Winter Vorträge organisieren - es gibt ja einige botanische Koryphäen in Freiburg und Umgebung.

Ziel ist in jedem Fall, die eigene Artenkenntnis aus- und die Hemmschwelle vor „schwierigen Pflanzen“ abzubauen. In der Gruppe geht das viel besser - jede/jeder ist irgendwo AnfängerIn, jede/ jeder hat ihr/sein Steckenpferd, wo sie/er sich auskennt, und alle kochen nur mit Wasser.

Neue Anmeldungen an:

Henner Wenzel, Tel. 0174 7273558 bzw. per mail: henner-wenzelweb.de




Liebe Freundinnen und Freunde der Botanik,

letzten Montag, am 15.10.18, trafen sich ein Dutzend Interessierte in der Ökostation
zur "Manöverkritik" bezüglich der abgelaufenen Saison und zur Planung sowohl des
Winterprogramms als auch der nächsten Exkursionssaison.

Die Kritik hielt sich in engen Grenzen, auch an dem Standardtermin Freitag 17 Uhr
wollte niemand grundsätzlich etwas ändern. Da nur ein Viertel der prinzipiell Interes-
sierten anwesend war, möchte ich aber vor Saisonbeginn im März nochmal einen
Doodle rausschicken, um die Terminpräferenzen abzufragen. Vielleicht lassen sich
ja doch durch entsprechende Anpassungen die Teilnehmerzahlen etwas erhöhen.
Im Sommer 2018 waren es im gefühlten Durchschnitt 6-7 TeilnehmerInnen pro
Exkursion - ein Wert, der bei mittleweile 50 InteressentInnen auf der Mailingliste
doch ausbaufähig sein sollte.

Zu der Pflasterfugenflora-Exkursion im Vauban gab es am Mittwoch einen Artikel in
der BZ (ich hatte mich ja im Nachgang zu unserer Exkursion auf Axels Anregung hin
dort noch einmal mit einer BZ-Redakteurin getroffen). Mancher Abschnitt ist etwas
holprig, aber insgesamt hat sie das recht nett und ansprechend gemacht:

http://www.badische-zeitung.de/freiburg/vielfalt-im-kleinen--157748566.html


Nachdem es immer noch zu trocken ist, wird es heuer mit der von Günter Saar ange-
botenen Pilzexkursion möglicherweise nichts mehr.
Und ob Georg Schepers in seinem Terminkalender noch eine Lücke finden wird, in
der er eine Rosetten- und Fruchtstände-Exkursion unterbringen kann, ist auch noch
offen.
In den ersten Monaten des neuen Jahres wollen wir auf jeden Fall einen Grundlagen-
kurs abhalten (Pflanzenanatomie, Taxonomie, Nomenklatur), um den "Quereinsteigern"
ohne oder mit magerem biologischen Hintergrund den Dialog mit den "Experten"
etwas zu erleichtern. In die gleiche Richtung zielt der Vorschlag, den Umgang mit dem
Bestimmungsschlüssel zu erklären und zu üben.
Für das erstere Ansinnen hat sich Dr. Patrick Kuss (feldbotanik.de) bereit erklärt, uns
eine entsprechende Einführung zu geben.
Für die Übungen mit dem Schlüssel kann uns Jan Debusmann entsprechende Hilfs-
mittel von seinem Botaniklehrer Winfried Meier zur Verfügung stellen.

Für die Exkursionssaison haben wir bereits eine Fülle von Vorschlägen gesammelt,
die ich als Liste gesondert in den Anhang stelle.

Dazu und auch sonst bitte ich alle InteressentInnen um Anregungen und Vorschläge -
wir sind schließlich eine Selbsthilfegruppe, auch wenn ich gerne die Koordination,
Organisation und auch mal das Protokoll übernehme.
A propos: Die Winterpause möchte ich gerne nutzen, um aus der Vielzahl der bisher
entstandenen Protokolle zu ein paar erfahrungsgemäß nervigen Pflanzengruppen
brauchbare Hilfsschlüssel für den Freiburger Raum zu basteln - oft kommt ja eine
große Zahl der Arten einer Gattung hier gar nicht in Frage, und man hätte es mit so
einem lokalen Schlüssel einfacher. Ich denke da z.B. an Centaurea, an Ampfer, an
Knöteriche, Gänsefußgewächse, Apiaceen oder vielleicht sogar die berühmten gelben
Compositen ... (der nächste Winter kommt ja auch noch).
Wenn jemand Lust hat, daran mit zu basteln - bitte meldet Euch gerne!

Mit den besten Grüßen!
Henner




Oktober 2018

Der AK Botanik im BUND RVSO – ein „innovatives Format“


Die Idee dazu kam in einem Straßengraben: Ich hatte mich dort niedergelassen, um einer mir noch nicht bekannten Pflanze ihre Identität zu entlocken. Als ich noch im „Rothmaler“ blätterte, hupte ein vorbeifahrender Autofahrer. Später hielt einer an – ob ich ein Problem hätte?
Das Erlebnis war nicht gerade angenehm und der Artenkenntnis nicht zuträglich. Ich erinnerte mich an Exkursionen mit einem Freund beim NABU Heidelberg, der dort seit vielen Jahren einen Botanischen Arbeitskreis leitet – in klassischer Manier: Ein Grüppchen Interessierter trifft sich wöchentlich, und der „Meister“ erklärt die Pflanzen.

So entstand – zunächst im Kopf – die Vision eines AK Botanik, der ohne „Meister“ funktioniert, und der den vielen Angeboten botanischer Exkursionen, die es ja im Raum Freiburg durchaus gibt, keine Konkurrenz macht. Wenn fünf oder zehn Wissbegierige sich mit ihren Bestimmungsbüchern über die Pflanze im Straßengraben beugen, dann denkt der Autofahrer nicht an einen psychiatrischen Notfall, sondern an eine Expertengruppe.

Nach Rücksprache mit Geschäftsführer und Vorstand habe ich diese Idee einer „Selbsthilfegruppe für botanische Artenkenntnis“ über die Kanäle des BUND RV Südlicher Oberrhein verbreitet, und siehe da, es meldeten sich Menschen für diesen Arbeitskreis an! Offenbar war ich mit meinem Problem nicht allein. Im Februar 2018 trafen sich 24 (!) Interessierte in der Ökostation: Es wurden Vorschläge gemacht für Exkursionsziele, und es wurde abgestimmt, zu welchem Zeitpunkt und wie oft wir uns treffen wollten. Die Ziele mussten nicht spektakulär sein, im Prinzip könnte man an jeder beliebigen Haltestelle in der Peripherie des Freiburger Verkehrsverbundes losziehen. Und wir wollten uns wöchentlich treffen – wer kann, der kommt, wer gerade was anderes vorhat, kommt nächstes Mal wieder. Ganz formlos.

Die erste Exkursion, bei der noch ein „Meister“ dabei war (zur Sicherheit – ich hatte ja keine Ahnung, wie sich die Leute anstellen würden), wurde ganz gut angenommen, bei der zweiten waren sogar 15 Interessierte am Treffpunkt. Mein
mail-Verteiler, über den ich die Exkursionen ankündige und die Protokolle verschicke, war mittlerweile auf weit über 30 Adressen angewachsen.
Im Laufe der Vegetationsperiode wurden die Teilnehmerzahlen kleiner, es gab auch mal „tres faciunt collegium“, d.h. auch drei sind eine Gruppe – aber im Schnitt pendelte sich das auf 5-10 Personen ein - ideal, um effizient zu sein.
Eines der Highlights, sogar mit nachfolgendem Pressetermin, war unsere Exkursion zur „Pflasterfugen- flora“ im Stadtteil Vauban.

Jetzt, 17 Exkursionen und Protokolle nach der Auftaktveranstaltung, kommen immer noch neue Interessenten dazu, andere verabschieden sich – die Liste hat sich bei knapp 50 Adressen eingependelt. Die einigermaßen regelmäßig zu den Exkursionen kommen, bilden mittlerweile eine Art „harten Kern“ von 12 – 15 Leuten. Genau diese haben sich jetzt im Oktober wieder in der Ökostation getroffen und einhellig beschlossen: Wir machen weiter!

Dr. Henner Wenzel
(mittlerweile) Vorstand RVSO

Nachtrag im Frühjahr 2019: Der Verteiler umfasst mittlerweile 72 Adressen !
Wir sollten jetzt mal etwas bremsen…






Protokoll von der Auftaktveranstaltung des AK Botanik beim BUND RVSO am 19.2.18 um 18:00 Uhr in der Ökostation Freiburg



Erfreuliche 23 Personen fanden sich zur Gründungsversammlung des AK Botanik in der Ökostation ein. Nach kurzer Begrüßung und Projektvorstellung wurden „die Personalien aufgenommen“, d.h. jede(r) TeilnehmerIn stellte sich kurz vor und trug sich mit Adresse und Telefonnummer in eine Anwesenheitsliste ein.

Für die Exkursionstreffen wurde nach eingehender Debatte folgendes Verfahren festgelegt:

Bis zu einer Evaluation nach etwa 5-6 Terminen treffen wir uns regelmäßig am Freitag um 17:00 Uhr an einer Haltestelle in und um Freiburg. Das gilt von April bis Ende September, im Winterhalbjahr wollen wir uns nur ein- bis zweimal im Monat treffen, dann aber früher, etwa 16:00 bis 16:30 Uhr – so ist vorerst der Plan. Auf Schulferien nehmen wir dabei keine Rücksicht, nur auf Feiertage.
Solange wir eine große Gruppe sind, verzichten wir auf An- und Abmeldungen per mail für die einzelnen Exkursionen. Wer kann, kommt, wer nicht kann, fehlt eben.

Wir bilden ein Organisationsteam (bisher Anja Sommer, Wolfgang Pauli und Henner Wenzel), welches dafür verantwortlich ist, die weiteren Ziele zu planen, und jeweils am Freitag bis spätestens 14 Uhr eine Rundmail herumzuschicken, wenn die Exkursion wegen schlechtem Wetter als „Trockenübung“ im BUND-Büro stattfindet (oder auch an einem anderen netten Ort, wenn jemand dazu eine Idee hat – gerne!). Die Teilnehmer kommen bis aus Lahr, Waldkirch, Bad Krozingen – da können wir nicht noch kurzfristiger entscheiden.

Wegen der sicheren Wetterbeurteilung sollten sich dringend noch Teilnehmer aus Freiburg fürs Orga-Team melden, da dessen bisherige Mitglieder alle am nördlichen Kaiserstuhl zu Hause sind und keine Ahnung haben, wie das Wetter in Freiburg aussieht! Vorerst werden wir uns nach dem Agrarwetterbericht richten.

Nach jeder Exkursion stellen wir eine Liste zusammen, welche Pflanzen wir bestimmt und kennengelernt haben, und was an Fragen offengeblieben ist (für die Schlechtwetter-Treffen). „Schwierige“ Pflanzen werden wir herbarisieren (Renate Hund, Marina Roth, Henner Wenzel), Fotodokumentation machen Gabi Stern und Renate Hund – den beiden Gruppen können sich natürlich gern weitere Teilnehmer anschließen.

Zu den Bestimmungshilfen: Die ganz dicken Bücher (8 Bände Farn-und Blütenpflanzen Baden Württembergs) verwenden wir nur im „Trockenkurs“, ins Gelände nimmt jeder mit, was er bisher schon verwendet hat, und jemand vom Orga-Team bringt ein paar von den dicken Bilderbüchern mit, die sich gut mit Oberdorfer, Rothmaler, Schmeil etc. ergänzen.

Alle, die am Montag nicht in der Ökostation waren, möchte ich noch um ihre Adresse und Telefonnummer bitten – wenn wir mal eine Exkursion planen, die mit Öffis schlecht geht, kann man Fahrgemeinschaften bilden. Da ist es gut zu wissen, wer wo ist und wie man ihn schnell erreicht.
Die Auswertung der Fragebögen hat gezeigt, dass insbesondere unter denen, die regelmäßig teilnehmen wollen, viele Nicht-Autofahrer sind.

Eine Überraschung habe ich noch:
Der AK Botanik nimmt am Freiburger Tag der Artenvielfalt am 17. Juni teil!
Der findet heuer im Wolfswinkel statt (Elsässer Straße/Mooswaldallee/Flugplatz), und der AK Botanik bietet dort um 10:30 Uhr Pflanzenbestimmung an. Das kriegen wir hin, oder?

Und weil es diesmal ja noch keine Pflanzenliste im Protokoll gibt, habe ich ein paar interessante Websites für Euch zusammengestellt:
www.blumeninschwaben.de - der Name ist historisch bedingt, gilt auch für Baden und halb Europa! Ein super Bestimmungsschlüssel mit Fotos
www.floraweb.de - vom Bundesamt für Naturschutz
www.botanik-sw.de/BAS - von der Botanischen Arbeitsgemeinschaft Südwestdeutschland

Dann hoffe ich jetzt auf viele mails mit Ideen,

Herzliche Grüße
und nochmals vielen Dank für den großen Zuspruch!

Henner Wenzel



Interessante links, Literaturtipps






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Dieser Artikel wurde 4210 mal gelesen und am 5.12.2019 zuletzt geändert.